Montag, 19. April 2010

Tag 12
19. April 2010
Johannesburg – Seweto

Das Frühstück war wie immer ausgiebig und reichhaltig. Die Ambiente im Hotel ist sehr schön, man fühlt sich fast wie am Flughafen: Umgeben von Flugzeugenteilen und die „Flieger“ vom Speisesaal aus fast greifbar.
Leider aber kein "Flieger", der uns nach Wien retour bringt. Aber wir lassen die Köpfe nicht hängen, wir müssen Geduld haben und das Beste aus dieser Situation machen.

Nach einer kurzen Besprechung wird beschlossen, eine Stadtrundfahrt nach Johannesburg zu organisieren und auch nach Soweto zu fahren.
Um 12.15 brechen wir mit 3 Minibussen auf auf.
Johannesburg hat 3.3 Millionen Einwohner, hat ein angenehmes Klima, da es auf einer Höhe von 1752 m liegt.
Die erste Station ist der imposante Platz mit der Statue von Mahatma Gandhi.
Hier befindet sich aus das höchste Gebäude Afrikas mit einer Höhe von 146 m und 50 Stockwerken.


Unsere nächste Station ist Soweto (Abkürzung für South West Township). Hier machen wir einen Fotostopp um ein altes still gelegtes Kraftwerk, dessen Türme bunt bemalt sind, zu besichtigen.
In Soweto gibt es 3 Bevölkerungsschichten: reich, mittel und arm.
Das macht sich auch in der Architektur der Häuser bemerkbar. Es gibt hier viele der sogenannten Matchboxhäuser. Die, wegen ihrer Bauweise so benannten Häuser, wurden unter der Regierung von Mandela der armen Bevölkerung kostenlos zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel, sie von den Blechhütten und Holzbaracken raus zu bekommen.
Trotz allen Bemühungen sieht man diese ärmlichen Hütten immer wieder.

Vorbei am Geburtshaus von Desmond Tutu erreichen wir jenes Haus in Seweto, in dem Nelson Mandela kurze Zeit verbrachte bevor er lebenslänglich auf Robben Island eingesperrt wurde. Er lebte hier während der Apartheid mit seiner Frau Winnie. Umgebaut in ein Museum, sieht man hier wie sie gelebt haben und man erfährt interessante Ereignisse aus seinem Leben.
Abschließend besuche wir noch das Pieterson Museum, wo der blutige Weg der schwarzen Bevölkerung in die Freiheit ausdrucksvoll noch einmal dargestellt wird.

Auf der Rückfahrt zum Hotel machen wir noch Halt um das größte Stadion des Landes in der untergehenden Sonne auf Fotos und Filmen festzuhalten.
Dieses Stadion fasst 95000 Besucher und ist für das Eröffnungs- und Finalspiel der Fußballweltmeisterschaft 2010 umgebaut worden.



Hermann Kronsteiner

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