Dienstag, 20. April 2010

Tag 13
20. April 2010
Johannesburg

Gestärkt und voller Hoffnung treffen wir uns um 10.00 Uhr im Aufenthaltsraum unseres Hotels.
Pünktlich erscheint auch unsere World Vision Gruppenleiterin Elfi Schattauer, etwas müde von den letzten Stunden, den neuesten, leider nicht so positiven Nachrichten, den vielen Telefonaten und vielen versandten Emails an wichtige Ansprechpersonen in Österreich.
Elfi gibt uns Mut. An dieser Stelle möchte ich im Namen aller unserer World Vision TeilnehmerInnen Elfi für ihr positives Engagement und ihren Einsatz danke sagen.

Leider sind noch viele Flughäfen gesperrt, leider fliegt auch South African Airways noch nicht nach Europa.
Für viele von uns unverständlich, warum die Landeerlaubnis für Wien für die unterschiedlichen Airlines nicht aufgehoben wird.
Gott sei Dank haben wir noch unsere Hotelzimmer. Die Stimmung in der Gruppe ist gut, wir sind wohlauf und hoffen weiterhin auf das „Wunder“ Johannesburg bald verlassen zu können.

Die Zeit verbringen wir mit Karten spielen, Sudoko lösen, ein paar Stunden (leider hat es zu regnen begonnen) im Liegestuhl an der Sonne und viel lesen. Einige fuhren mit dem Hotelshuttle zum nahe gelegenen Flughafen um sich Zigaretten, Lesestoff und Souveniers für die bevorstehende Weltmeisterschaft zu besorgen.

Um 14.00 Uhr nächste Lagerbesprechung – leider keine besseren Neuigkeiten. Ab 14.30 Uhr warten wir auf den Konsul der Österreichischen Botschaft in Pretoria. Um 15.00 Uhr warten wir immer noch, nach 15.30 Uhr ist er dann endlich da.
Da fällt mir ein guter Spruch ein: Wir in Europa haben die Uhr – die hier in Südafrika die Zeit!

Wir freuen uns den Konsul zu sehen und viele Fragen werden gestellt. Wir bekommen von ihm erklärt, wie die Österreichische Botschaft helfen kann: z.B. bei finanziellen Schwierigkeiten.
Irgendwie aber haben wir das Gefühl, so richtig helfen können die uns auch nicht.
Die Situation ist leider so schlimm, in dieser Form noch nie dagewesen und immerhin sind mehrere10.000 Leute in der selben Situation wie wir. Die Mitteilungen von den Airlines ändern sich auch stündlich.
Lufthansa fliegt heute um 18.55 Uhr – leider ohne uns.

Wir lassen uns aber die Hoffnung nicht nehmen. Diese Situation bringt uns noch näher zusammen. Gott sei Dank herrscht in unserer Gruppe ein wunderbarer Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe.
Wir treffen uns morgen wieder beim Frühstück und anschließend zu einem neuen Treffen um 10.00 Uhr.
Beten wir zu Gott, dass sich die Situation über Nacht verbessert.
Morgen ist ein neuer Tag - eine neue Hoffnung!

Franz Obererlacher

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen