Dienstag, 13. April 2010

Tag 6
13. April 2010
Oudtshoorn – Knysna

…..Wecker 6.30 Uhr, Koffer vor die Tür, Frühstück 7.30 Uhr, Koffer identifizieren 8.10Uhr, Abfahrt zum Buffelsdrift Game Lodge.
Die Suche nach einer Wolke am Himmel war erfolglos.

Was einige jedoch von uns gefunden haben, ist eine neue Betrachtungsweise über Gott. Abends zuvor, zunächst unauffällig mit Anzugshose und Hemd an der Hotelbar sitzend, dann Enthusiasmus, ja fast missionsartig agierend, versuchte uns ein Kapstädter seine Betrachtungsweise von Gott und der Welt mit Händen und Füßen einzutrichtern. Seine letzten Worte als wir uns um 0.30 Uhr zu Bett begaben.“Gott wird immer mit euch sein!“

Aber nun zu unserem Programm:
Die Buffelsdrift Game Lodge erstreckt sich auf ca. 3000 ha. Mit vier Jeeps, Ferngläsern und Fotoapparaten ausgestattet, ging es auf die Jagd nach den verschiedensten Tieren in diesem Areal. Während der Fahrt durch die wunderschöne, hügelige Landschaft begegneten uns Gnus, Springböcke, Antilopen (die größten in Afrika), Giraffen (45cm lange Zunge, 5500 Muskeln am Hals), Zebras, Nashörner, Flusspferde und Elefanten. Unsere Jeepfahrer erläuterten auch die verschiedensten Baum- und Pflanzarten wie z.B. Elefantenfruchtbaum oder die Karoo Akazien. Bei den Nashörnern und Elefanten konnten wir sogar auf einige wenige Meter heranfahren und fantastische Fotos machen.
Als Highlight gab es eine Einlage eines Elefantenbullen, der als Fotomodell tolle Figur machte.
Nach der fast zweistündigen Safarifahrt gab es im herrlichen Seerestaurant ein genüssliches Mittagessen, wo uns die Flusspferde vom anderen Ufer beobachteten.

Ein Detail am Rande: der einzige Platz beim Mittagessen, auf dem die Sonne sich austobte, war der, war der meinige (Verfasser dieses Tagesberichtes).
Die Flusspferde hatten es da viel gemütlicher. Nach einem kurzen Sonnenbad ließen sie sich wieder ins Wasser fallen und tauchten ab ins kühle Nass.

Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter zu den Kango Tropfsteinhöhlen, ein südafrikanisches Wahrzeichen. Diese Tropfsteinhöhle ist Afrikas größte, geführte Höhle und eines der sieben Wunder des südlichen Afrikas.
Sie entstanden vor 20 Millionen Jahren. Menschen besuchten die Höhle seit der Antike. Vor mehr als 80000 Jahren fanden hier Südafrikas erste Menschen Unterkunft, bevor 1780 die ersten niederländischen Kolonisten die Höhlen entdeckten.
Unsere 60 minütige Tour führte uns durch die sechs größten und spektakulärsten Hallen. Neben vielen Stalagniten und Stalagtiten und einigen Stalagnaten waren vor allem der „Afrikanische Trommelbaum“ und der „Große Konzertsaal“ die Highlights dieser Führung.
Für fast 30 Jahre wurde die größte Halle als Konzertsaal genutzt, welcher ca. 1300 Menschen Platz bot.
Als unsere Führerin die afrikanische Nationalhymne sang, lief es uns kalt über den Rücken.
Viele konnten sich vorstellen, wie schön diese Konzerte von 1964 – 1994 geklungen haben müssen.
Bei einer Temperatur von 19 Grad in der Höhle konnte man es aushalten. Aber als wir die Höhle wieder verließen, brannte die afrikanische Sonne mit 37 Grad auf unsere Köpfe.
Doch unser Busfahrer Steven wartete bereits mit dem klimatisierten Bus auf uns und wir setzten unsere Reise fort. Auf dem Weg nach Knysna passierten wir Lagunen und Seen.
Die letzten Kilometer ging es an der Küste entlang. Leider war die Aussicht vorerst durch die herrschenden Buschbrände auf den Berghängen um die Stadt George stark vernebelt.
Die Ankunft in der Knysna Hollow Lodge fand – wie so oft – mit einiger Verspätung statt (eine unserer Teilnehmerinnen hatte sich in einem Einkaufszentrum verirrt).


Als wir bei unserem – wie immer – gemütlichen Abendessen die letzten Tage Revue passieren liesen, fiel uns wieder ein, was unser Leben besser und lebenswerter macht:

„Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag,
doch niemals klug genug für den, der kommen mag“.

René Kollarits

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